Gefährliche Chemikalien im Alltag? Fast überall begegnen sie uns, sei es in Alltagsgegenständen wie Kleidung, Möbel, Pflege- und Reinigungsprodukte, technische Geräte, Verpackungen oder im Beruf wie im Büro, Friseursalon oder Hotelbetrieb. In unserem Projekt NonHazCity – Innovative management solutions for minimizing emissions of hazardous substances from urban areas in the Baltic Sea area gingen wir den Chemikalien auf die Spur.
NonHazCity 1

Im Projekt NonHazCity arbeiteten 18 Partnerorganisationen aus dem Ostseeraum gemeinsam daran, die Emission gefährlicher Stoffe aus zahlreichen kleinen Quellen zu reduzieren und so das empfindliche Ökosystem der Ostsee zu schützen. Im Mittelpunkt standen private Haushalte, Kommunen sowie kleine und mittlere Unternehmen. Ziel des Projekts war es, das Bewusstsein für gefährliche Chemikalien im Alltag zu stärken und durch nachhaltigere Konsumentscheidungen die Freisetzung schadstoffbelastender Stoffe zu verringern.
Was wurde im Projekt umgesetzt?
Die beteiligten Kommunen entwickelten Chemikalienmaßnahmenpläne oder überarbeiteten bereits bestehende Strategien. Diese langfristig angelegten Konzepte bündelten kommunale Aktivitäten zum Umgang mit gefährlichen Stoffen und bildeten die Grundlage für ein systematisches Chemikalienmanagement.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sensibilisierung von Unternehmen. Gemeinsam mit Betrieben wie Autowerkstätten, Druckereien, Friseursalons, Handwerksbetrieben und Reinigungen wurden Pilotmaßnahmen durchgeführt, um den Einsatz schadstoffhaltiger Produkte zu reduzieren und emissionsärmere Alternativen aufzuzeigen.
Auch private Haushalte standen im Fokus des Projekts. Informationskampagnen vermittelten Wissen über den Beitrag alltäglicher Produkte zur Schadstoffbelastung und zeigten praktikable Alternativen für einen schadstoffärmeren Alltag auf.
Mit dem Abschluss des Projekts konnten wichtige Grundlagen für ein nachhaltiges Chemikalienmanagement in Kommunen geschaffen sowie zahlreiche Materialien und Erfahrungen für nachfolgende Projekte bereitgestellt werden.
Projektdetails
- Projektname: NonHazCity
- Projektleitung: Stadtverwaltung Stockholm mit dem Baltic Environmental Forum Deutschland für das operative Projektmanagement
- Themenbereiche: Chemikalienmanagement, Meeresschutz und Wassermanagement
- Gefördert durch: INTERREG Baltic Sea Region
- Laufzeit: 03/2016 – 02/2019
- Projektwebsite: www.nonhazcity.eu
- Gesamtbudget: 3,5 Mio. Euro – Teilfinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit 2,8 Mio. Euro
Beteiligte Länder
Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden
Projekt MitarbeiterInnen
- Heidrun Fammler
- Fee Widderich
- Dr. Hannah Sophia Weber
- Elionor Ferrer
- Parvina Samadova
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