Chemikalienmanagement

Ein kurzer Leitfaden zum Vermeiden von Unfruchtbarkeit durch Waschmaschinen, Handys und sogar Toastern.

Ist dein Fernseher schonmal plötzlich verbrannt? Meiner auch nicht. Das liegt an einem weiteren Gesundheits- und Sichherheitsproblem.

Endokrinedisruptoraurier – Dinosaurier der Gegenwart

Mängel in elektronischen Geräten können leicht ein Feuer verursachen, weil Teile überhitzen oder durch das Entstehen Kurzschlüssen. Um vorzubeugen, dass brennbare Plastikobjekte Feuer fangen, fügen Hersteller*innen eine bestimmte Gruppe von Additiven hinzu, die sogenannten Flammschutzmittel. Unter anderem können diese Chemikalien sich in das menschliche und tierische Hormonsystem einmischen und so unter Umständen zu vielen verschiedenen ernsten Gesundheitsproblemen führen.

Unglücklicherweise sind es nicht nur die Flammschutzmittel, die elektronische Geräte für uns und die Umwelt so giftig machen. Elektrische Kabel müssen sich leicht biegen lassen und das wird ebenfalls mithilfe giftiger Additive gewährleistet, zum Beispiel mit Phthalaten, von denen uns bekannt ist, dass sie Unfruchtbarkeit und Entwicklungsstörungen hervorrufen können. Normalerweise sind außerdem giftige Metalle hinzugefügt, die bekanntesten davon sind Blei und Chrom 6.

Sehr bedenkliche Zusatzstoffe, dennoch legal

Diese Bindungen können durch sichere Alternativen ersetzt werden und du kannst uns dabei helfen das zu erreichen! Auf deine Nachfrage haben Hersteller*innen die Verpflichtung dir Informationen über diese Chemikalien zur Verfügung zu stellen. Sie werden „besonders besorgniserregende Substanzen“ (Abk. SVHCs aus dem Englischen) genannt. Bei all diesen Substanzen ist es bewiesen, dass sie für den Menschen und/oder die Umwelt schädlich sind. Sie sind nicht nur bei elektronischen Geräten beigefügt, sondern auch bei Lebensmittelverpackungen, Spielzeugen, Sport Equipment, Kleidung, …

Das hier ist keine Petition!

Um Anbieter*innen zu zeigen, dass du empört über diese Chemikalien bist oder du mehr über sie herauszufinden möchtest, kannst du unsere Scan4Chem App benutzen und einfach den Barcode eines Produktes scannen. Die App leitet Sie dann zu der Funktion, automatisch eine Informationsanfrage an den Lieferanten zu senden, der Sie darüber informieren muss, ob SVHCs im Produkt vorhanden sind.

Das hilft dir nicht nur dabei, sichere Produkte zu kaufen, sondern wird auch die Hersteller*innen an die Macht der Konsumierenden erinnern.

Downloade die App und sende deine Anfragen. Benutze deine Konsument*innen-Macht und lass Firmen wissen, das es dir nicht egal ist. Zusammen können wir Produkte sicherer machen!

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